egenjacke, etwas Warmes zum Unterziehen, langes Shirt, kurzes Shirt, Mütze, der Rucksack wird voller und voller. Aber vielleicht brauche ich gar nicht alles. Denn die Wettervorhersage ist ziemlich gut für die nächsten 14 Tage. Gewisse Unsicherheiten bleiben natürlich, früher sagte ich immer, jede Vorhersage mit mehr als drei Tagen kann auch ausgewürfelt werden. Das hat sich in der Zwischenzeit aber geändert.

Das sieht doch ganz gut aus in Flensburg: Sonne mit einigen Wolken, kein Regen, kein Sturm und Schnee gibt’s wohl auch keinen. Es sieht ganz danach aus, als würde der Frühling mild, zumindest milder als der vergangene Winter hätte vermuten lassen.
Vermuten ist ja so eine Sache, es sich vom Fachmann bestätigen zu lassen eine ganz andere. Und weil ich ihn ja ohnehin mit meinen Steuergeldern finanziere und weil er eine Institution ist, deren Existenzberechtigung niemand außer Herr Kachelmann ernsthaft anzweifelt, habe ich beim Deutschen Wetterdienst die „Profi-Witterungsvorhersage“ angeschaut.
Wahrscheinlichkeit und Vorhersagegüte
Das Ergebnis seht ihr im Bild. Die Größe der Punkte gibt die Wahrscheinlichkeit an, nach der es eine Temperaturabweichung gibt. Das ist die Vorhersagegüte. Die wird regelmäßig evaluiert und zeigt an, wie gut Prognosen an einer Stelle funktionieren.
Die Farbe der Punkte gibt an, ob eine Temperaturabweichung erwartet wird. Je dunkler, desto wahrscheinlicher. Wie ihr sehen könnt, ist es in Baden-Württemberg sehr wahrscheinlich zu warm und in Schleswig-Holstein immer noch ziemlich wahrscheinlich. Abweichungen nach unten vom Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre würden blau erscheinen. Aber ihr seht ja selbst, es wird wärmer als normal.

Live vom E1
Wenn es jetzt also nächste Woche für mich los geht, dann wird es wohl trocken und zeitweise sogar sonnig. Es bleibt weiterhin frühlingshaft. Bestes Wanderwetter für den Auftakt auf dem Europäischen Fernwanderweg E1. Wenn ihr mir folgt erfahrt ihr direkt vor Ort, wie gut die Prognosen waren.
