Manchmal läuft’s nicht so, ganz im wörtlichen Sinn. Heute zum Beispiel im „kleinen Schwarzwald“. Das ist gar nicht der Schwarzwald, sondern der Schwäbisch-Fränkische Wald, genauer gesagt die Gegend um Wüstenrot (ja, da kommt die Bausparkasse her). Die Gegend finde ich wirklich nett, erinnert mich immer ein bisschen an den Nordschwarzwald, einige Tannen, erstaunlich viel Mischwald, es riecht nach Wald und immer mal wieder gibt’s Sandstein. Was lief: Schweiß. Was zum Glück nicht unter die Jacke geschafft hat: Regen. Was nicht ging war irgendwie vernünftiges Wandern. Denn im Wald wird gewerkelt, Bäume gefällt. Manchmal zumindest, im Dauerregen heute nicht. Was aber nicht heißt, dass nicht großzügig Absperrungen im. Wald verteilt werden.


Aufgebaut und vergessen
Klar, niemand sollte rumlaufen, wo mit schweren Maschinen gearbeitet wird oder womöglich Bäume gefällt werden. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, diese Absperrungen werden irgendwann mal aufgebaut und bleiben dann ewig lange dort, auch wenn tage- oder wochenlang nichts mehr passiert. Besonders ärgerlich: Die eine Absperrung war mitten im Hang auf halber Strecke und von dort ging’s nicht mehr weiter. Denn der abzweigende Weg endete im Unterholz.
Alles nicht so erfreulich. Vor allem, weil das Wetter genau so war, die das Handy es prophezeit hatte: Dauerregen. Was per se jetzt nicht so schlimm ist, schließlich ist das Wetter beim Wandern nur eine lahme Ausrede. Was mir das heute wirklich verleidet hat, war außer den vielen Sperrungen, Um- und Irrwegen der knöcheltiefe Schlamm.
Die Sockenfrage ist gelöst
Die Füße blieben trocken und ziemlich warm, die neuen Wintersocken taugen. Sie sind auch sehr bequem, da waren die alten mit dem Loch (siehe hier: Sockentod) entweder schon nach ein paar hundert oder eintausend Kilometern ausgeleiert oder von Anfang an nicht so bequem. Insofern waren die kein Verlust. Aber auch wenn die Sperrungen irgendwann wieder wegkommen, hinterlassen Forstarbeiten halt lang anhaltende Spuren in Form von umgepflügten Waldwegen.

Das war heute alles nichts und deshalb gab’s nur eine kurze Runde im Regen. Nächste Woche unternehme ich einen neuen Versuch, vielleicht an anderer Stelle oder entlang eines ausgeschilderten Wanderwegs, vielleicht gibt sich da jemand mehr Mühe mit Sperrungen und Umwegen.
